Hunde OP Versicherung – was ist das?
Im Gegensatz zu früher, wo ein Hund in der Regel als Haus- und Hofhund einfach nur funktionieren musste, fand vor einigen Jahren ein Sinneswandel statt und die Beziehung zwischen Hund und Besitzer wurde wesentlich intensiver und sentimentaler. Mittlerweile gleicht der Stellenwert eines Hundes dem eines vollwertigen Familienmitglieds, häufig ist ein Hund auch ein Kinderersatz bzw. man sagt auch: „Das letzte Kind hat Fell“. Durch den hohen Stellenwert will man seinen Vierbeiner jedoch auch bei Unfall oder Krankheit bestens versorgt wissen. Der Tierarzt wird im Gegensatz zu früher, wesentlich häufiger aufgesucht. Dieses Umdenken blieb der Pharmaindustrie natürlich nicht verborgen und so wurden auch neue Geräte und neue Untersuchungsmethoden entwickelt, um den Tieren schneller und besser helfen zu können, die Lebensqualität bei Krankheit zu steigern und letztendlich auch das Leben zu verlängern. Der älteste und bekannteste Hund auf der ganzen Welt ist Meggie, die fast 30 Jahre alt wurde. Dies wäre zu früheren Zeiten schier undenkbar gewesen. Da die grundsätzlichen Anschaffungskosten für einen Hund teilweise recht gering sind, kann sich heutzutage auch fast jeder einen Hund leisten. Dass ein Hund regelmäßig eine Impfung und eine Wurmkur braucht, haben die meisten Hundehalter auch in ihrem finanziellen Budget eingeplant, genauso wie das tägliche Hundefutter, die Ausstattung des Hundes, die Hundesteuer und die Hundehaftpflicht. Doch plagen die Hundebesitzer große Verlustängste, wenn es darum geht unser haariges Familienmitglied durch Unfall oder Krankheit verlieren zu können, oder sogar, was besonders dramatisch ist, ihn aus finanzieller Not heraus eine lebensrettende Operation verweigern zu müssen. Genau dieser Grund war der Grundstein für die Erfindung einer Hunde-OP Versicherung. Ein Produkt, welches preislich so attraktiv ist, dass sie sich jeder leisten kann und dem Hundehalter gleichzeitig die gewünschte Sicherheit gibt, dass sein Vierbeiner im Notfall gut versorgt werden kann. Akute Notfälle, Unfälle oder Krankheiten: auch teure Operation sind mit der passenden Hundeversicherung kein Thema mehr.
Die Hunde-OP Versicherung gehört zu den freiwilligen Hundeversicherungen und kann bei einigen Anbietern auch mit einer Hundehaftpflicht kombiniert werden.Wie funktioniert eine Hunde-OP Versicherung?
Eine Hunde-OP Versicherung soll Hund und Halter in allen erdenklichen Notsituationen finanziell zur Seite stehen. Dabei wurde von sämtlichen Hunderassen, die Problemsituationen analysiert, die die meisten Hunde gemeinsam haben, wie z. B. Bei großen Rassen der Kreuzbandriss, bei kleinen kompakteren Rassen der Bandscheibenvorfall oder bei Hunden mit einem großen Brustkorb die Magendrehung. Dies sind alles plötzliche Notfälle, die sehr teuer werden können und bei denen schnell gehandelt werden muss. Jetzt gibt es zwei Varianten, wie die Hunde OP Versicherung helfen kann. 1.) Der Tierarzt ist damit einverstanden, dass er die Rechnung im Anschluss an die Operation zur Abrechnung direkt an die Versicherung schickt. Dann müssten Sie beim Tierarzt eine Abtretungserklärung unterschreiben und Sie brauchen sich um die Bezahlung der Rechnung keine Sorgen mehr machen. 2.) Der Tierarzt möchte leider nicht mit der Versicherung direkt abrechnen, sondern verlangt die Bezahlung von Ihnen, direkt nach der Operation. In diesem Fall müssten Sie das Geld erst einmal auslegen, reichen die Rechnung bei der Versicherung ein und erhalten das Geld binnen kürzester Zeit von der Versicherung zurück. Das gleiche gilt im übrigen auch für eine Operation in der Tierklinik. Ob Ihr Tierarzt oder Ihre nächstgelegene Tierklinik mit einer Direktabrechnung über die Versicherung einverstanden ist, können Sie gerne auch im Voraus dort erfragen, damit Sie vorbereitet sind.„Hunde OP Versicherung was wird übernommen, was zahlt eine Hunde OP Versicherung?“
Wer einen „Sorglostarif“ abgeschlossen hat – ohne Selbstbeteiligung und ohne einer jährlichen Begrenzung des Budgets, sollte in der Regel sämtliche Kosten, die mit der Operation oder rund um die Operation entstehen, bezahlt bekommen. Das fängt in der Regel an, bei der Untersuchung, die fast immer erforderlich ist, um herauszufinden, was Ihrem Vierbeiner fehlt. Zu diesen Untersuchungskosten zählt man auch die sog. Diagnostik hinzu wie das Röntgen, Ultraschall, MRT oder sonstiges. Weiter geht es mit den erforderlichen Kosten für die eigentliche Operation (Narkose, EKG Überwachung), den eventuellen Unterbringungskosten in der Tierklinik einschließlich der täglichen Überwachung und Kontrolllen und aller erforderlichen Nachsorgekosten bis – je nach Anbieter – max. 15 Tage.Hunde OP Versicherung – welchen Schutz braucht man?
Soviel wie möglich und soviel wie nötig. Da die Versicherungen jedoch mit festen Leistungspaketen arbeiten, hat man als Kunde nicht die Wahl einzelne Leistungen ab- oder hinzu zu wählen. Vielmehr muss man die Pakete an sich vergleichen und sich für das entsprechende Angebot entscheiden, welches am ehesten den Absicherungswünschen entspricht. Wenn es um so einen wichtigen Schutz für Ihren Vierbeiner geht, sollte man jedoch keinesfalls am falschen Ende sparen. Die Preisunterschiede fallen im Hunde-OP Schutz so gering aus, dass man hier eigentlich guten Gewissens sein Augenmerk ausschließlich auf die Leistungen richten kann.
Da kein Tierarzt in die Zukunft schauen kann, sollte der Versicherungsschutz möglichst so umfangreich sein, dass er die wahrscheinlichsten Krankheiten und Unfälle alle mit abdeckt. Hier kann ein umfangreicher Leistungsvergleich der verschiedenen Anbieter sehr hilfreich sein. Auch eine mögliche Unfallgefahr sollte mit einbezogen werden. Wird Ihr Hund als Schutzhund oder Rettungshund ausgebildet, ist die Verletzungsmöglichkeit im Einsatz wesentlich höher, als bei einem Familienhund. Wohnen Sie an einer stark befahrenen Straße, könnte auch hier die Unfallgefahr erhöht sein, wenn Ihr Hund die Möglichkeit hat „auszubüchsen“.Hunde OP Versicherung – was braucht man für die Antragstellung?
Wenn Sie für Ihren Hund eine Hunde OP Versicherung beantragen möchten, muss Ihr Hund ein bestimmtes Mindestalter erreicht haben. Dies liegt zwischen 60 und 90 Tage. Je nach Anbieter sind weitere Mindestanforderungen zu erfüllen, wie z. B. die regelmäßige Impfung und einen vorhandenen Chip zur klaren Identifizierung des Hundes. Natürlich müssen bei der Antragstellung alle Fragen zu vorhergehenden Erkrankungen, Unfällen oder Tierarztbesuchen außerhalb von Impfungen ordnungsgemäß angegeben werden. Während einige Versicherungen – je nach Art von Vorerkrankungen – bestimmte Hunde bereits ablehnen, fragen andere explizit bei Vorerkrankungen noch einmal nach. In diesen Fällen erhalten Sie ein Formular, welches Ihr Tierarzt zu den angegebenen Vorerkrankungen im Hinblick auf das Geschehen und zukünftiger Prognose beantworten muss. Im Anschluss erhalten Sie von der Versicherung die Entscheidung, unter welchen Voraussetzungen Ihr Hund annahmefähig ist. Sollten Sie sich jedoch einen Hund aus dem Ausland oder aus dem Tierheim geholt haben, können Sie die Gesundheitsfragen nur nachdem beantworten, was Sie wissen oder was offensichtlich zu sehen ist.Hunde OP Versicherung – was sollte man beachten?
Da viele Versicherungen keine Hunde-OP Versicherung in Ihrem Sortiment haben, ist das Leistungsangebot überschaubar. Ein umfangreicher Leistungsvergleich kann hier sicherlich schon im Vorfeld Stärken und Schwächen der verschiedenen Versicherungsangebote aufzeigen. Ansonsten sollte man auch wenn möglich, die Beratung eines Versicherungsmaklers nutzen, da dieser einen Überblick über alle vorhandenen Angebote hat und hier sicherlich auch aus dem „Nähkästchen“plaudern kann, was Ihnen die Versicherungen selbst natürlich nie erzählen würden. Die Auswahl sollte gut bedacht gewählt werden, denn ein späterer Versicherungswechsel ist oftmals mit Einschränkungen verbunden, wenn ein entsprechendes Alter und/oder während der Vertragslaufzeit eine Erkrankung aufgetreten ist bzw. eine OP durchgeführt werden musste.
Ganz wichtig ist eine möglichst kurze Wartezeit: je kürzer desto besser. Die Wartezeit ist eine Art Bewährungsfrist für Ihren Hund bzw. auch vergleichbar mit einer Probezeit auf der Arbeit: Wer krank wird, fliegt raus. Ein Tierarztbesuch außer der Reihe mit unklaren Symptomen kann da schon ausreichend sein.
Durch nicht versicherte Leistungen drohen Selbstbehalte, deren Höhe man im Voraus überhaupt nicht einschätzen kann. Auch eine bestimmtes Jahreskontingent, welches von der Versicherung vorgegeben wird, kann schnell verbraucht werden und darüber hinaus gehende Kosten zahlen Sie dann zu 100%
Da eine Hunde-OP Versicherung auch als „Notfallversicherung“ angesehen werden kann, sollte sich die entsprechende Versicherung auch im Notfall bewähren, dies gilt vor allem, bei Mehrfachschäden. Denn eine vorzeitige Kündigung der Versicherung im Schadensfall kann umfangreiche Konsequenzen für Sie und Ihren Hund haben.Hunde OP Versicherung mit HD, ED?
Das gefährliche Halbwissen vieler Hundehalter zum Thema HD verleitet evtl. dazu, eine sehr kurzsichtige, falsche Entscheidung zu treffen. Wie wir eingangs schon besprochen haben, ist eine kurze Wartezeit sehr bedeutsam und entscheidet über Kostenübernahme oder Leistungsverweigerung. Konnte die Wartezeit aufgrund eines frühzeitigen Auftretens von Symptomen nicht eingehalten werden, ist nicht nur die entsprechende Operation, um die es geht, nicht versichert, sondern auch daraus resultierende Folgen. Auch ein Versicherungswechsel, wie bereits erwähnt, bringt uns hier nicht mehr weiter.
Was man hier unbedingt wissen sollte: Wenn nun ein Hund tatsächlich unter der angeborenen HD leidet, treten die Erstsymptome bereits ziemlich früh auf und das schlimmste dabei: Ihr Hund hat Schmerzen. Ab dem 6. Lebensmonat könnten die ersten Anzeichen auftreten. Der älteste Hund, bei dem eine hochgradig ausgeprägte HD bemerkt wurde, war gerade mal 1,5 Jahre alt. Die umliegende Knochenhaut einschließlich der Nervenfasern werden bei der angeborenen Hüftdysplasie ständig gereizt, weil der Kopf des Oberschenkelknochen in der Hüftpfanne nur ungenügend Halt findet. Aufgrund der Schmerzen muss spätestens jetzt schnell gehandelt werden. Auch das sog. HD Röntgen, welches im 12. bzw. spätestens im 18. Lebensmonat bei einigen Rassen durchgeführt wird, bietet ein Ergebnis, welches man bereits erahnen kann, nur nochmal schwarz auf weiß. Eine Wartezeit von 18 Monaten einschl. 3 Monate Mindesteintrittsalter ohne ein offensichtliches Bemerken von Symptomen zu schaffen, ist sehr unwahrscheinlich. Dementsprechend ist der augenscheinliche Versicherungsschutz mit dem auch geworben wird, fast immer unwirksam. Genau die Hunde, die evtl. unter einer angeborenen HD leiden könnten, sind oftmals auch von ED betroffen. Hier gilt jedoch eine ebenso lange Wartezeit von 18 Monaten. Im schlimmsten Fall zahlen Sie nicht nur die HD Operation selbst, sondern auch die Operation für die Ellbogendysplasie, einschl. der 2. Seite, die generell ausgeschlossen ist incl. möglicher Nachwirkungen wie z. B. Arthrose in der Zukunft. Wohl oder übel muss man sich damit anfreunden, dass HD in der Regel nirgends versichert sind. Aber: 1. ist die angeborene HD gar nicht so verbreitet, wie angenommen. 2. betrifft dies nur ca. 6 mittel bis große Hunderassen. Wer jetzt der Meinung, ist, dass man dann ja keine Versicherung mehr brauchen würde, irrt sich gewaltig. Denn in der Hunde-OP Versicherung sind ca. 170 verschiedene Krankheiten und Eingriffe versichert, von denen mindestens 10 Diagnosen jeden Tag auf dem Tisch des Tierarztes festgestellt und operiert werden müssen.Hunde OP Versicherung wie teuer, was kostet eine Hunde OP Versicherung?
Einen umfangreichen Schutz erhält man bereits für unter 20 Euro im Monat. Wie bereits gesagt, sind die Preisunterschiede in diesem Bereich sehr gering. Das wichtigste Fazit, welches ich Ihnen hiermit auf den Weg geben kann: Entscheiden Sie sich von Anfang an für den richtigen Schutz der Ihren besten Freund nicht im Stich lässt, wenn es darauf ankommt und Ihnen auch im Alter zur Seite steht.